Meine Märchenwelt

Zu einigen meiner gemalten Märchenbilder hat Salystra aus der Designer-Oase
entzückende Geschichten geschrieben. Ich danke ihr, dass ich sie zu meinen
Bildern dazu stellen darf.

Tulpenkinder

 

Da draussen im Garten da hör ich es wispern
da hör ich es knistern, da hör ich es flüstern
Gar heftig wiegen die Tulpen sich
ja was mag da los sein, das frage ich mich?

Ganz leise schleich ich mich hinaus, ganz sacht
und hör noch, wie es aus der Tulpe leis lacht
Die Sonne hat gestern die Blumen geküsst
so dass meine Wiese nun frühlinsfroh ist

So sind auch grad jetzt in der Frühlingsnacht
die Tulpenkinder wieder erwacht
und kichern und toben und lachen voll Lust
Der Frühling ist da: Habt Ihr das gewusst?
Text©Salystra


Das Christkind



Dem kleinen Tom haben die anderen Kinder neulich auf dem Spielplatz erzählt,
dass es gar kein Christkind gibt. Der Micha hat ihm genau erklärt,
dass das alles die Eltern selber machen.
Micha muss das wissen, er geht schon in die Schule!
Aber der kleine Tom mochte das nicht glauben.
Seine Mutter hatte so schön erzählt vom Christkind.
Und als es Abend wurde, da schlich er heimlich hinaus in den Garten und dann,
durch das Gartentor, weiter in den Wald.
Es war ganz schön kalt und es fing auch noch an zu schneien.
Aber bevor noch Tom so richtig anfangen konnte zu frieren,
hat er im Wald wirklich das Christkind gesehen.
Der Micha weiss eben doch nicht alles.
Text©Salystra

Der kleine Blumenengel

 

Es ist einmal ein kleiner Blumenengel gewesen,
der lebte in einem Märchengarten, gleich hinter den sieben Bergen.
Es war ein ganz süsses kleines Engelchen aber weil es in einer der kleinen zarten Sternblumen geboren war, verspotteten es die anderen Blumenengel oft.
Es hatte ja nur eine einzige kleine zarte Blume
und die anderen hatten so viele schöne und grosse Blumen.
"Unsere Blumen sind schöner als Deine" sagte der Rosenengel und rümpfte die Nase.
"Deine Sternblumen duften nicht richtig!" sagte der Lilienengel und schubste das Sternblumenengelchen ein wenig zur Seite.

Da lief es fort von den anderen Blumenengeln
und immer weiter in den Wald hinein, bis es zu einer Wiese kam, die ganz und gar mit Sternblumen überwachsen war.
Glücklich setzte es sich auf den weichen Wiesenboden.
Die Sternblumen dufteten, ganz fein und wundersüss und plötzlich,
keiner weiss, wie es geschah, trat ein Einhorn auf die Wiese.

Und weil das Sternblumenengelchen ganz zart, fein und still war,
wie eine seiner Blumen, so hatte das Einhorn keine Scheu vor ihm,
sondern legte sich an seine Seite.
Text©Salystra


 

Schnups, der kleinen Hasenjungen.




Seine Mama hat ihm vorm weghoppeln gesagt,
er soll brav die Petersilie aufessen und dann ins Bettchen gehen.
Sie musste nämlich zum Treffen der Hasenmütter, das haben sie einmal im Monat,
wenn der Mond schön scheint und der Klee schön grün ist.
Aber Schnups war so gar nicht müde und neugierig war er auch.
Wer weiss schon, was sich die Mütter so erzählen des Nachts?
Und ob der Klee nicht bei Mondenschein viel besser schmeckt als morgens vor Sonnenaufgang? So ist Schnups also nicht ins Hasenbettchen gegangen sondern er hat die Petersilie seiner Schwester, dem Hannchen gegeben und ist losgehoppelt, mitten in die helle Nacht hinein.

Die Hasenmütter hat er nicht gefunden, die sassen wohl beim Bauern Huber im Garten
und haben dort den Salat gefuttert.
Aber eine Elfe hat er gesehen.
Ob ihm seine Schwester das glauben wird, wenn er es ihr morgen früh erzählt?
Text©Salystra


 

Der Anfang eines großen Abendteuers

Es war einmal ein kleiner Flugdrache, der in einer tiefen Höhle geboren wurde!
Als er nach Futter suchte, entdeckte er in der Ferne einen Lichtschein und das interessierte ihn so sehr, dass er umbedingt herausfinden mußte,
was das war, da er noch nie Licht gesehen hatte.
Es wurde immer heller und er mußte seine Augen fest zusammenzwicken, so geblendet war er. Aber als er sich an das Licht gewöhnte, war er überweltigt.
Eine andere, ganz neue Welt, tat sich vor ihm auf und er bekam Lust sie zu erkunden.
Eine unbekannte Wärme floß durch seine Glieder und er konnte nicht anders als stillzustehen, seine Flügel zu spreizen und dieses wunderschöne warme Licht zu genießen.
Er saß da und seine von der Sonne gewärmten Flügel
begannen wie von selbst sich auf und ab zubewegen.
Er hob ab und flog in das unbekannte Abenteuer ....
Text©RediSu

 

Fantasiewelten

Gemales-Index

nach oben